Container von Welt: nachts am Nürnberger Hafen

Aktualisiert am 04. Februar 2019 von mit Bildergalerie
Hafen Nürnberg Nacht

Stockdunkel bis taghell: Der Nürnberger Hafen steckt selbst nachts voller Abwechslung. Foto: © Daniel Bendl / Nürnberg und so

Nachts sind alle Katzen grau und der Hafen in Nürnberg zu großen Teilen stockfinster. Nachdem sich meine Augen jedoch an das karge Licht gewöhnt hatten und die Gefahr ins Hafenbecken zu stürzen gebannt war, zeigte sich die ganze Pracht dieses ruhenden Binnenhafens.

Häfen strahlen wie andere Industrieanlagen auch einen ganz besonderen Reiz aus. Sie sind magisch und offenbar magnetisch zugleich. Denn oft sind sie Anziehungspunkt für Fotografen und Graffitikünstler. Ob hektisches Treiben oder gespenstische Ruhe: Transportgerät, Lagerareale, Tordurchfahrten, Absperrwände. All das hat offensichtlich einen Charme, dem sich der meist von Wohnbebauung umgebene Mensch nicht entziehen kann. Die Dinge, die uns im täglichen Leben verborgen bleiben, wecken insbesondere unsere Neugier. Häfen sind Umschlagplätze für die Waren unseres Alltags. Ob Früchte aus Südamerika oder Elektronik aus Fernost: Hier wird gelöscht, registriert und verladen was an den kommenden Tagen in den Regalen liegen wird.

Magische Blicke und gespenstische Ruhe hinter Absperrwänden

Während an den großen Seehäfen der Welt das Prinzip 24/7 gilt, herrscht in Nürnberg Nachts an den Kaianlagen friedliche Stille. Zumindest galt dies am Karfreitag, als ich mit Kamera und Stativ auf Motivsuche ging. Die gelb strahlenden Laternen entlang der Kaimauer verleihen der nächtlichen Ruhe am Nürnberger Hafen eine gewisse Wärme. Die sechs Grad Außentemperaturen waren so zumindest kurzzeitig vergessen.

Bildershow vom Hafen Nürnberg bei Nacht

Ein kleiner Foto-Walk durchs nächtliche Logistikzentrum.

Allein im größten Logistikzentrum Süddeutschlands

Nach ein paar Aufnahmen an den zwei Hafenbecken im Osten zu beiden Seiten der Rotterdamer Straße begab ich mich zur Westseite des Hafens Nürnberg, der immerhin fast 6000 Menschen Arbeit bietet. Hier prangen die leuchtenden Logos der bekannten Logistikunternehmen von Verwaltungsgebäuden und Lagerhallen und schicken ihr Werbelicht ungesehen in die Nacht. Hier und da rückte ein Arbeitertrupp zur Nachtschicht an, während die Kollegen die letzten LKW des Tages beluden, die reihauf ihre Hecks in den nummerierten Rolltoren versenkt hatten. Die einzigen Bereiche im Hafen Nürnberg, die in dieser Nacht durch die Kraft großer Strahler taghell waren.

Nebenan aufeinander gestellt wie Bausteine eines überdimensionierten Kinderzimmers: Container von Welt. MAERSK, Hapag-Lloyd, Italia, YangMing. Namen, die zeigen, wie global unser Wirtschaftskreislauf rotiert, auch wenn er in Nürnberg an der Hamburger Straße mal zur Ruhe kommt.

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