Drei Jahre Bekassine Records: Das Label, ein Fest

Aktualisiert am 04. Februar 2019 von mit Bildergalerie
Drittes Bekassine Labelfest

Die Schleuse-Jungs beim Labelfest 2015. Foto: © Anika Maaß

Drei Jahre Bekassine Records, drei Bands auf der Bühne und drei Wünsche des Labels für die Zukunft. So war es bei der Feier in der Badstraße 8 in Fürth.

Ein kurzes Stück muss man die Uferpromenade entlang laufen, dann hat man das Fürther Kleinod erreicht. Die Rede ist vom Kulturort Badstraße 8, der dem dritten Labelfest von Bekassine Records am 21.Juni 2015 eine Bühne bot. Zum Nürnberger Label, das sich nach dem Vogel aus der Familie der Schnepfen (wissenschaftlicher Name gallinago gallinago) benannt hat, gehören Künstler wie Schleuse, A Prouder Grief, Hannah Grosch und Masques. Beim dreijährigen Jubiläum spielten drei Bands: Den Beginn machten Klang Tarassa Bumm. Sie starteten, gemäß dem familienfreundlichen Charakter des Labelfests, schon um 16 Uhr.

„Alles, was eine Band braucht"
Labelfest Bekassine Records

Felix Buchner von Klang Tarassa Bumm. Foto: © Anika Maaß

Die Nürnberg Band bedient eine schöne Nische, verwebt sie doch auf kindgerechte Weise Jazz mit Geschichten. Ebenfalls aus der Noris ist der zweite Act beim Labelfest: Schleuse. Die Musiker traten als Barden im Folkgewand auf, wobei ihr Sound in letzter Zeit einen rockigen Drall bekommen hat. Im Frühjahr erschien ihr neues Album Waterfalls. Den Abend beschlossen Odd Hugo aus Estland. Aufgefrischt durch lakonischen Humor, mehrstimmigen Gesang und Blechbläser im Rücken hört man hier Anleihen bei Beirut oder – um einen lokalen Vergleich zu bringen – Früheres von The Great Bertholinis heraus.

Labelfest Bekassine Records

Blick auf die Uferpromenade. Foto: © Anika Maaß

Doch was macht Bekassine Records eigentlich, außer feine Feste zu organisieren? Michael Winkler, der mit Hans-Christian Lehner das Label gründete, fasst es so zusammen: “Wir versuchen alles anzubieten, was eine Band braucht, um in der Musikwelt zurechtzukommen. Das heißt, wir produzieren die Alben, kümmern uns um die Technik, suchen Räume und ein Studio. Wir promoten im Anschluss das Album, machen also Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Booking übernehmen wir.” Auf die Frage, ob es ein gemeinsames Klangbild auf dem Label gebe, meint Michael: “Die Bands haben definitiv einen eigenen Klang. Gemeinsam haben sie vielleicht die innere Struktur, die Sounds sind aber ganz unterschiedlich - von weich bis verkrautet oder esoterisch.”

Momentan gehören sechs Künstler zu dem Label. Neben den bereits eingangs erwähnten regionalen Bands sitzen noch This Love is Deadly und She Owl im Labelnest. Letztere arbeiten laut ihrer Bio “zwischen San Francisco und Paris”.

Vom Glück der Künstler
Labelfest Bekassine Records

Geschichten und Jazz. Foto: © Anika Maaß

Viele der Bands sind schon tourerfahren und spielten weit über die Region hinaus. Was sie dabei glücklich macht? “Glücklich sind die Künstler, wenn sie in einem coolen Rahmen ihre Musik präsentieren können und Aufmerksamkeit bekommen. Bisweilen kann es leider passieren, dass man als Booker die Location falsch einschätzt. Manchmal schauen die Leute z.B. lieber Fußball, anstatt den Bands zu lauschen”, so Michael.

Zu den Highlights in den drei Jahren gehörte für Michael freilich die offizielle Eröffnung mit dem Labelfest 1 oder das Entstehen von A Prouder Grief. Zuletzt gefreut haben ihn die positiven Rezensionen der Bekassine-Bands in überregionalen Medien und die klanglichen Resultate, die das Label mit ihren Band-Aufnahmen erreicht hat.

Video vom ersten Labelfest 2013 in der Badstraße.

Die drei Wünsche

Das Label freue sich über die tollen Ideen und Labels (Concrete Jungle, beste Unterhaltung etc.), die es in Nürnberg gebe, meint Michael. Doch es werde noch zu wenig umgesetzt. Gefragt nach seinen drei Wünschen für die Zukunft sagt er : “Zum ersten noch effizienter arbeiten – dann macht es auch mehr Spaß. 2. Neue Kontakte, also neue Bands und neue Clubs- und Pressekontakte. 3. Der Wunsch, etwas ‘industriefähiger’ zu werden. Das betrifft die Klangqualität oder auch das Artwork”.

Das Labelprofil ist also geschaffen, wer die Bands weiter verfolgen möchte oder sich als Musiker oder Veranstalter für das Label interessiert, wird auf der Homepage fündig.

Vielen Dank an Anika Maaß für die spontan entstandenen Fotos.

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