Foodcamp Nürnberg – Kimchi oder Burger, das war hier die Frage

Aktualisiert am 04. Februar 2019 von
Foodcamp Nürnberg von Chefkoch.de

Das erste Chefkoch.de Foodcamp Nürnberg war ein ereignisreiches Event. Kimchi und Spitzen-Burger gab es mittags und dazwischen zahlreiche Sessions. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Die zwei Highlights auf dem von Chefkoch.de veranstalteten Foodcamp Nürnberg waren sicherlich die beiden „Hands-on“ Sessions von Lauren Lee, auch bekannt als Fräulein Kimchi und Sebastian Wolf und mir (Markus Wolf) von den Burger-Nerds.

Kimchi war als vegetarische Alternative zu den Burgern gedacht. Mit dieser traditionellen koreanischen Zubereitung von Gemüse durch Milchsäuregärung sollte früher das Vitamin C für den Winter haltbar gemacht werden. In Korea gehört Kimchi zu jeder Mahlzeit und es schmeckt auch noch besonders lecker, wovon sich die Teilnehmer überzeugen konnten.

Foodcamp Nürnberg Kimchi

Leckeres Kimchi von Teilnehmern selbst gemacht. Foto: © Uwe Spitzmüller / highfoodality.com

Dazu gab es selbstgemachte Käsespätzle. Einige Meter weiter, in der Showküche von AEG, bereiteten die Burger-Nerds ihre Spitzenburger zu. Die Teilnehmer des Foodcamps konnten sich aktiv daran beteiligen: Fleisch formen, Gemüse schneiden, Soße zubereiten, Speck anbraten oder Käse schneiden. Nach diesen Vorarbeiten ging es mit dem eigentlichen “Burgerbauen” los. Das Fleisch brutzelte auf der Grillplatte und Sebastian (Burger-Nerd) setzte das in die Praxis um, was vorher theoretisch erklärt worden war. Kaum war der erste Burger fertig, ging es Schlag auf Schlag so lange bis alle Hungrigen und Neugierigen ihre Burger genossen hatten.

Nürnberg und so LIVE vom Foodcamp Nürnberg
Bunger-Nerd Buns

Die Burger-Nerd-Buns waren perfekt! Foto: © Uwe Spitzmüller / highfoodality.com

Während der ausgedehnten Mittagspause sendete KochblogRadio live und sprach mit vielen foodbegeisterten Gästen. Danach ging es in den Räumen von AEG / Elektrolux mit den Sessions weiter.

Eines der Themen war „Foodsharing“. Valentin Thurn berichtete, dass allein in Deutschland jährlich schätzungsweise mehr als 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Der größte Teil dieser Lebensmittel ist aber noch genießbar und sollte daher eigentlich nicht auf diese Weise entsorgt werden. Ein achtsamerer Umgang mit Nahrungsmittel wäre deshalb die bessere Lösung. Dem Regisseur Valentin Thurn und seiner Dokumentation "Taste the Waste" ist es zu verdanken, dass diese Problematik auch uns bewusst gemacht wurde.

Deutsche Haushalte werfen jährlich
Lebensmittel für 20 Mio Euro weg
Uwe Spitzmüller bei seiner Präsentation

Bei Uwes Präsentation ging es um Fotografie und die richtige Ausleuchtung. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Aufgrund der Brisanz dieses Films entstand die Idee zu Foodsharing.de. Diese Online-Plattform soll der Lebensmittelverschwendung entgegen wirken. In ganz Deutschland bildeten sich Gruppen und ständig kommen neue hinzu, die als FAIRteiler in den Städten unterwegs sind. Dabei spielt nicht nur das Verteilen der geretteten Lebensmittel eine entscheidende Rolle. Auch die Bildungsarbeit in den Schulen und gegenüber Unternehmen kommt nicht zu kurz.

Eine sehr gut besuchte Session am späten Nachmittag war „Stylen, shooten, bearbeiten und warm essen“. Uwe Stpitzmüller von highfoodality.com erklärte nicht nur wie er zu seinen fantastischen Bildern kommt, sondern legte auch gleich los und machte Fotos für seinen nächsten Blogbeitrag: Kokos Zimt Granola mit Nüssen und Cranberrys. Dabei ist ihm wichtig, dass das, was er fotografiert, auch genauso gegessen werden kann. Deshalb kommen weder Haarspray noch andere Mittel für die Optik zum Einsatz.

„Alles, das was ich fotografiere, kann auch
gegessen werden“ (Uwe Spitzmüller)

Wichtig für jeden, der sich mit dem Thema Fotografie beschäftigt: Man sollte sich mit Blende, Belichtungszeit und ISO auseinandersetzen. Ohne Kenntnisse dieser Grundlagen ist gutes Fotografieren nicht möglich. Wer sich zumindest grundlegend damit vertraut machen möchte, findet in dem Video „Grundlagen: Blende, Belichtungszeit, ISO“ einen guten Einstieg. Neben der Technik spielt aber auch das Arrangieren der Gerichte eine entscheidende Rolle. Ein weißes Brett genügt und mit dem passenden Licht und einem variablen Blitz – niemals frontal – können die Gerichte gut inszeniert werden. Wer möchte kann noch die ein oder anderen Schattenpartien mit Aufhellern bearbeiten. Nach dem Foto – natürlich im RAW-Format – wird das Material bearbeitet. Dazu nutzt Uwe Lightroom von Adobe. Es geht natürlich auch Photoshop, aber dort, so meinte er, sind die Funktionen bedeutend komplizierter angeordnet und für den Einstieg weniger verständlich. Am Rechner entstehen schließlich die unverkennbaren Bildproduktionen für die highfoodality.com so bekannt ist. Wer mehr über die Technik hinter den Fotos von Uwe und highfoodality wissen möchte, kann seinen Artikel: „Ein Blick hinter die Fotografie-Kulissen – Mein Equipment“ lesen. Auf dem Foodcamp war er mit seiner Canon EOS 5D Mark III, dem Objektiv Canon EF 24-70mm f/2.8L dem Blitz Canon Speedlite 430EX, Reflektor: Delamax, Faltreflektor mit 107cm Durchmesser und einer Profi Fotostudio Studioleuchte unterwegs. Die Holzplatte stammt vom Baumarkt und wurde weiß gestrichen.

Sessions auf dem Foodcamp Nürnberg

Grundlagen Burgerbau oder Lebensmittelverschwendung – Sessions auf dem Foodcamp Nürnberg. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Am Ende des Foodcamps Nürnberg gestattete Chefkoch.de in Person von Karin Krubeck (bonngehtessen.de) allen noch einen Schulterblick hinter die Kulissen und zeigte, was in der Zukunft geplant ist. Neue Konzepte wurden vorgestellt, die den Communitygedanken des Portals unterstützen. Die grafisch stark verbesserten Designs machten einen sehr frischen und modernen Eindruck. Das anschließende Feedback wurde mit der Frage eingeleitet: „Wie nutzt ihr eigentlich Chefkoch.de“. Das sehr unterschiedliche Feedback gab Karin den Anlass, bei dem ein oder anderen Thema nachzuhaken. Wir sind gespannt, was Chefkoch.de daraus macht.

Foodblogradio sendete live

Ein kleiner Ausschnitt vom LIve-Stuio von FoodblogRadio.de. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Auf dem Foodcamp Nürnberg gab es noch weitere Sessions, wie die von Christian Mittermeier, gebürtiger Mittelfranke und ehemaliger Sternekoch, der alles zum Thema Vakuum-Garen (SousVide) erklärte. Was man unter Foodpairing versteht wurde nicht nur in der Burgersession, sondern auch von Christian erläutert, der auf das Thema Schlüsselaromen von Lebensmitteln näher einging – Probieren inklusive. Auch Patrick Hahnel, Geschäftsführer von Spice for Life, berichtete von seinen Reisen rund um den Globus und seiner Suche nach dem besonderen Pfeffer.

Zum Schluss bekamen alle Teilnehmer noch ein „Goody-Bag“ mit nach Hause, in das die Veranstalter und Sessiongeber Infomaterial und Probierportionen gelegt hatten. Von AEG gab es sogar einen Stabmixer und Schanzenbräu steuerte noch eine Kleinigkeit zur Entspannung in Form eines kleinen, roten 33ml Fläschchens mit Inhalt bei.

Burger-Nerd Burger

Bei dem Foto ist der Mund zu sehr beschäftigt, den Speichel hinunter zu schlucken, als offen zu bleiben. Foto: © Uwe Spitzmüller / highfoodality.com

Weitere interessante Artikel zu dem Thema:

Ein fränkischer Weihnachtsschmaus
Sebastian Wolf dürfte treuen Hörern unseres Podcasts aus Sendung No.3 bekannt…

Nürnberger Food Truck Guerilla Gröstl im Deutschland Test
Essen aus dem Laster: Bei dieser Vorstellung fühlt sich wohl kaum ein…

Nürnberger Food Truck RibWich im Deutschland Test
Ein RibWich bietet trocken mariniertes Schweinefleisch mit leckerer BBQ Soße…

Blog abonnieren
'Nürnberg und so' Blogfeed abonnieren

Zusätzlich zu dem Podcast stellt 'Nürnberg und so' auch immer wieder begleitende Geschichten und Informationen aus der Metropolregion Nürnberg vor.

Blog-Artikel als RSS Feed abonnieren

Foodtrucks & Street Food
Finde mit Craftplaces Foodtrucks und Street Food

Logo Craftplaces - mobile Unternehmen wie Foodtrucks und Street Food finden

Die besten Foodtrucks und Street Food in deiner Stadt suchen, denn mobile Unternehmen sind immer und überall für dich da. Craftplaces zeigt dir wo und wann sie unterwegs sind.

Du willst nichts verpassen?
Anmeldung E-Mail Newsletter 'Nürnberg und so'

Anmeldung zum E-Mail Newsletter

Sätze für die Ewigkeit
Podcast Nürnberg und so
Wir sind zu 90 Prozent wetterabhängig.
Dag Encke in Sendung No. 18
Action und Spannung hat immer Spaß gemacht.
Roland Rosenbauer in Sendung No. 31
Jeder war zufrieden, inklusive der Queen und Prinz Phillip
Wolfgang Kießling in Sendung No. 11
Letzte Podcast Sendungen
Nürnberg und so

Jörg Korinek / Podcast-Sendung No. 32

Veröffentlicht am 05.05.2015

Den geborenen Göppinger lockte ein Praktikum in die Frankenmetropole. Dem Weg zum Informatik-Studium gingen einige bundesweite Schulaufenthalte voraus, bei denen er Orientierung gewann und diverse…

zur Sendung No. 32

Roland Rosenbauer / Podcast-Sendung No. 31

Veröffentlicht am 11.02.2015

Aus Cadolzburg kommend, finanzierte er sich mit dem "Ruf der Unendlichkeit" oder der "Rache des Knochenmannes" seine Schulzeit. Trotz BWL Studium landete er schließlich beim Jugendfunk des…

zur Sendung No. 31

Aktuelle Magazin-Artikel
Nürnberg und so

Zehn Fragen an Startup Craftplaces aus Nürnberg

Veröffentlicht am 10.02.2019

Mit der Technologie des Startups Craftplaces finden Millionen Street Food Kunden Foodtrucks. Das junge Technologie-Unternehmen strebt an, das in 5 Jahren alle Foodtrucks in Europa und den USA mit…

weiterlesen

Fotogener Dauerbrenner: Die „Sutte“ des Heilig-Geist-Spitals

Veröffentlicht am 28.12.2018

In den letzten Wochen wurde sie wieder zehntausendfach geknipst: Die malerische Westfront des Heilig-Geist-Spitals. Sie ist nicht nur eines der beliebtesten Fotomotive Alt-Nürnbergs, sondern hat…

weiterlesen

Interview zum Afrika Film

Veröffentlicht am 18.12.2018

Eigentlich war das alles ja gar nicht so geplant gewesen – das mit dem so lange bleiben, das mit dem Alleinsein und dem Weg zu sich selbst. Doch die Frage ist, ob man in diesem Leben so etwas…

weiterlesen

Wintertraum aus Schnee und Sandstein: Das Haus Spittlertorgraben 35

Veröffentlicht am 14.12.2018

Bis zum Zweiten Weltkrieg waren prächtige Vorstadthäuser mit Sandsteinfassaden und Vorgärten in Nürnberg ein vertrauter Anblick. Sie vermittelten weltstädtisches Flair, städtebauliche…

weiterlesen