Nürnberg - Eine Frage der Ehre es ist

Aktualisiert am 04. Februar 2019 von
Yoda und der Yoda Guy im Interview mit Nürnberg und so

Mitten in Nürnbergs Altstadt trafen wir Yoda und Nick Maley. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Wie bereitet man sich auf ein Gespräch vor, für das man als Kind sein liebstes Spielzeug gegeben hätte? Bücher lesen? Recherchieren? Informationsmaterial zusammen graben? Ja, das kann man sicherlich machen, aber am Besten ist es, einfach zuzuhören. Und genau das habe ich in meinem Interview mit Yoda gemacht. Für dieses Zuhören haben wir einen passenden Raum von Michael im Coworking Space Nürnberg bekommen. Wie ihr sicherlich wisst, habe ich das Gespräch natürlich nicht direkt mit Yoda geführt, sondern mit Nick Maley dem „Yoda Guy“. Aber mit jeder Minute, die ich dieses Gespräch führte, verstand ich immer mehr, dass ich eigentlich mit Yoda selbst sprach. Der kleine Grüne war mit seiner Philosophie, seinen Gedanken und Ratschlägen allgegenwärtig.

Nürnberg toll ich finde
wohnen gerne ich will hier

Aber alles zu seiner Zeit. Aktuell lebt Yoda in einem beschaulichen Städtchen auf St. Maarten im Norden der kleinen Antillen in der Karibik. Im Hauptort des niederländischen Teils in Philippsburg hat er ein kleines Museum und führt die tausenden begeisternden Star Wars Fans von ihren Kreuzfahrtschiffen durch die Film- und Requisitenausstellung an verschiedensten Ausstellungsstücken vorbei. Wie es sich für einen wahren Jedi-Meister gehört, hat er auch immer die passende Geschichte zu erzählen oder weiß einen guten Rat für die jungen Besucher. Gefragt, wie schlimm denn die Hurrikans wirklich sind, antwortet Yoda wie gewohnt mit einer Geschichte. „Es gibt hier in Philippsburg verschiedene Häuser, einige sind aus Stein, einige sind groß und aus Holz und einige sind klein und aus Holz und diese haben auch nur eine Verankerung aus Stein. Die großen Steinhäuser sind teuer versichert und diese Versicherung kostet viel Geld, denn ihre Häuser müssen nach dem Sturm wieder aufgebaut werden. Die Versicherungsunternehmen können sich aber vom Geld der großen Hausbesitzer noch viel größere Häuser bauen. Die Besitzer der kleinen Häuser können sich die teuren Versicherungen nicht leisten. Wenn der Hurrikan kommt, kann es passieren, dass es das ganze Haus aus der Verankerung reißt und es die Straße hinunter rollt. Jeder der das mal gesehen hat, bekommt einen Schrecken. Nachdem der Hurrikan vorbei ist, gehen die Besitzer der kleinen Häuser auf die Suche nach ihren Häusern. Meistens finden sie ihr Heim und rollen es wieder zurück auf seinen Platz. Vielleicht ist eine Tür kaputt oder die Fenster müssen ausgetauscht werden, ab das war es. Es bringt nichts, sich gegen solche Naturgewalten zu stemmen. Es ist besser, daraus zu lernen und damit umzugehen.„

Nick Maley im Interview

Nick Maley im Gespräch über sein Leben und seine Philosophie. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Jeder war mal jung. Auch Yoda. Und auch wenn es schon lange her ist, erinnert er sich noch gut an die Zeiten. Er ist in Sozialwohnungen aufwachsen, weil seine Eltern nicht genug Geld hatten. Als Kind wollte er unbedingt Comedian werden, da er es liebte, Menschen zu unterhalten. Schon sein Vater war Comedian und war der Star einer jeden Show. In jungen Jahren hatte er schon viel Kontakt zum Theater gehabt und verdiente sich einiges als Visagist bei der halbjährlich stattfindenden Semestershow an der Theaterschule dazu. Noch mit 18 Jahren hielten ihn seine Lehrer für verrückt, weil er weiter an seinen Traum glauben wollte und diesen fest im Auge behielt. „Es gib keine verrückten Menschen, es gibt nur Menschen ohne einen Traum“ rät Yoda jedem, der ihn fragte, wie er das ganze geschafft hat.

Wenn ein Ferrari zu langsam ist

Mit der Zeit machte er sich einen Namen und hatte Dank seines äußerst stressigen Jobs auch eine sehr gute Entlohnung erhalten. Er kaufte sich sogar einmal einen Lotus Esprit Turbo, weil ihm ein Ferrari zu langsam war. „Weißt du,“ sagte Yoda zu mir „wenn du einmal einen Ferrari gefahren bist, dann war es das. Der Reiz ist weg – ja vielleicht fährst du ihn noch ein zweites oder drittes Mal, aber spätestens dann hast du die Erfahrung gemacht. Heute bekommen wir von der Werbung gesagt, wenn du als Mann einen bestimmten Kaugummi kaust, dann kannst du alle Frauen haben. Wenn du einen Ferrari fährst, dann lieben dich alle und respektieren dich."

Menschen häufig viel zu arrogant sind
lernen von jedem sie können
Yoda im Detail

Yoda - und kein Jährchen älter geworden er ist. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Das Gegenteil ist aber der Fall, denn du kannst einen Ferrari nicht einfach so an die Straße stellen. Du brauchst eine Person, die diesen für dich bewacht und dem musst du immer Geld dafür bezahlten, damit er das macht. Wenn du ein großes Haus mit vielen Dingen hast, dann brauchst du eine Alarmanlage, die deine Dinge bewacht. Du musst dann die Unterhaltskosten dafür tragen. Alles in allem besitzt nicht du die ganzen Dinge, sondern sie besitzen dich und du arbeitest nur dafür, dass du diese Dinge weiter besitzen kannst. Du bist der Sklave deiner scheinbar eigenen Sachen die du „besitzt“. Es gibt im Leben nur zwei Sachen, die wirklich wichtig sind. Erstens die persönlichen Beziehungen zu den Menschen, die du liebst und gern hast und zweitens die Zeit. Wenn du jung bist, denkst du, du hast noch so viel Zeit. Aber spätestens ab 40 verändert sich dieser Blick auf die Zeit und du erkennst, dass dein Leben immer schneller läuft. Zuerst sind es die Tage, die schnell vergehen, dann sind es Wochen und zum Schluss die Jahre, die rasend schnell an dir vorbei ziehen. Mit der steigenden Anzahl an Erfahrungen, die du im Leben gemacht hast, vergeht die Zeit um dich herum auch immer schneller. Wenn du klein bist, sind für dich ein paar Minuten wie ein ganzer Tag. Du kannst nicht still sitzen, dir ist langweilig und du bist ungeduldig. Eine Minute still zu sein kommt dir wie eine Ewigkeit vor. Später stehst du am Morgen auf und schon ist es wieder Abend. Du möchtest doch noch so vieles machen, aber irgendwie verfliegt die Zeit zu schnell.“

Markus Wolf, Yoda und Nick Maley

Yoda sieht schon etwas müde aus von seiner langen Reise und den vielen Gesprächen. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

FXpo, Yodas neues Zuhause in Nürnberg

Eines dieser Projekte, die noch unbedingt erledigt werden müssen, ist die FXpo. Wir haben schon in einigen Artikeln von der fantastischen interaktiven Filmausstellung berichtet, die in Nürnberg entstehen soll. Damit das Wirklichkeit wird, genügt es, wenn jeder schon ein paar Cents spendet. Unsere Region Nürnberg würde dafür um eine fantastische Attraktion reicher werden. Wir haben schon gespendet und geholfen, dass Yoda auch sein Zuhause in Nürnberg bekommt. Jetzt seid ihr dran!

Möge die Macht mit euch sein

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20 Sekunden 20 Folien, die Pecha Kucha Night Volume 9 in Nürnberg
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