MeinFernbus und FlixBus fusionieren um europaweit agieren zu können

Die Fernbusplatzhirsche legen ihr Geschäft zusammen um gemeinsam europaweit zu wachsen

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Fusion MeinFernbus und FlixBus

Michael Griensteidl (links) von MeinFernbus und Harald Baumann (rechts) von FlixBus. Foto: © Johannes Jakob

Wie beide Unternehmen am 07.01.2015 bekannt gaben, werden sie künftig zusammenarbeiten mit dem Ziel, ihre Aktivitäten in ein gemeinsames Unternehmen münden zu lassen. Der harte Preiskampf der letzten Monate hat sicherlich zu dieser Entscheidung beigetragen. Wie uns unabhängig voneinander einzelne Busfahrer mitteilten, ist der Preisdruck auf Unternehmen, Partner und Fahrer in letzter Zeit enorm angestiegen. Diese Fusion von grün und blau wird kurzfristig wahrscheinlich erst einmal nichts an der bestehenden Situation ändern. Wir nehmen aber an, dass mit der beginnenden Konsolidierung am Markt auch wieder etwas Ruhe einkehren wird. Mit MeinFernbus und FlixBus fusionieren die beiden größten Fernbusbetreiber und legen dadurch ihr Streckennetz innerhalb Deutschlands zusammen.

Alle deutschen Busse werden grün sein und tragen die Aufschrift MeinFernbus FlixBus!

Treibende Kraft hinter der Fusion ist General Atlantic. Das 1980 als private Investmentgesellschaft gegründete Unternehmen hat aktuell (2014) ein verwaltetes Vermögen von 17 Milliarden US-Dollar. Mit diesem finanzkräftigen Investor im Hintergrund wird es für MeinFernbus FlixBus einfacher sein, den europäischen Markt anzugehen. Bis auf Weiteres werden die Unternehmen MeinFernbus und FlixBus aber noch getrennt von einander agieren. Buchungen erfolgen auch weiterhin über die jeweilige Webseite oder App. Fest steht aber schon jetzt, dass die von MeinFernbus sehr öffentlichkeitswirksam eingeführten grünen Busse erhalten bleiben und FlixBus die Farbe blau aufgeben wird.

Die Chancen für beide Betreiber am Markt der Fernbusanbieter ist groß. Gerade die äußerst sinnvolle europaweite Ausbreitung des Streckennetzes bietet dem fusionierten Unternehmen „MeinFlixBus“ noch viel Potential. Dass bis zu einem funktionierenden internationalen Streckennetz aber noch viel Arbeit zu erledigen ist, sollte beiden klar sein. Im Vergleich zu Deutschland ist die Akzeptanz von mobilen Endgeräten wie Smartphones im europäischen Ausland weit höher als in „old“ Germany. Alles in allem ist die Fusion aber zu begrüßen, auch wenn dadurch die Preise mittelfristig wahrscheinlich steigen werden, so sollten doch die Partner und somit auch die Busfahrer davon profitieren. Die Vision eines europaweiten Fernbus Streckennetzes ist sehr verlockend und eröffnet dem einen oder anderen Spanien- oder Italienurlauber sicherlich eine attraktive Alternative, vom bedeutend sparsameren Verbrauch im Vergleich zum Flugzeug ganz zu schweigen.

Wie gut allerdings die geschätzten 16 Stunden Fahrzeit von Nürnberg nach Barcelona von den Fahrgästen verkraftet werden, bleibt noch abzuwarten. Der Preis wird aber mit Sicherheit konkurrenzfähig zu Billigairlines ausfallen. Wir sind gespannt!

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