45.842 Euro mit Crowdfunding verdient - Bunte Burger Köln

Aktualisiert am 04. Februar 2019 von
Szene vom Nürnberg Nightmarket

Die Bunten Burger Jungs haben es geschafft und 45.842 Euro mit Crowdfunding verdient. Auch für andere Foodtrucks möglich? Foto: © Bunte Burger Köln

„Der Endspurt hat es noch einmal herausgerissen“ meinte Uli aus Köln. Ulrich Glemnitz, betreibt zusammen mit Mario Binder den Foodtruck „Bunte Burger“ in Köln. Bekannt wurden die beiden Ingolstädter durch ihre veganen Burger. Diese leckeren fleischlosen Alternativen haben es in viele Online-Magazine, Print-Ausgaben und Tageszeitungen geschafft.

Aufbauend auf dieses Medienecho konnten die Beiden jetzt ihr großes Ziel realisieren: ein eigenes Burgerrestaurant in Köln. Der Standort war interessanterweise schnell gefunden und mit Köln Ehrenfeld befindet sich das Restaurant der beiden veganen Burgerbrater in guter Gesellschaft. Für die Anschubfinanzierung setzten sie auf Crowdfunding. Das Ziel war, die 45.000 zu erreichen und jeder Euro darüber würde natürlich in das Restaurant fließen. 45.000 Euro sind aber nicht viel Kapital, wenn man ein komplettes Restaurant eröffnen möchte.

45.842 Euro mit Crowdfunding verdient.
Ein Modell auch für andere Foodtrucks?
Vegane Burger

So lecker sehen vegane Burger aus. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Wichtig für alle, die ebenfalls eine Crowdfunding-Kampagne starten möchten: Die erzielte Summe muss, je nach Goodies, die ihr euren Unterstützern (Backern) zukommen lasst, mit 7 oder 19 Prozent Umsatzsteuer versteuert werden. Dazu muss man noch das eingesetzte Kapital, dass man für Marketing – Trommeln für die eigene Sache – investiert hat, rechnen. Ohne dieses Trommeln geht nichts. Ulrich meinte, dass sie zu Beginn und dann am Ende noch einmal verstärkt die Werbetrommel gerührt haben. Dazu zählte neben Facebook-Kampagnen auch die Pressearbeit. Durch die noch immer guten Verbindungen in die alte Heimat Ingolstadt wurde auch dort viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Gerade bei regionalen Projekten spielt die Arbeit vor Ort eine große Rolle. „Nach unseren Flyer- und Plakataktionen in Köln Ehrenfeld wusste jeder, dass es uns gibt“ meinte Ulrich. Problem der offline Aktionen ist es aber immer noch die gewonnen Interessenten in tatsächliche Unterstützer zu wandeln.

Team Bunte Burger Köln

Das Burger-Team im Truck am Rudolphplatz in Köln. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Bunte Burger hat sich für Crowdfunding entschieden, weil jeder Unterstützer ja späterer auch Kunde ist. Es ist eine Art Versprechen, das Ulrich und Mario geben, nämlich die vorab bestellten Burger auch wirklich auszuliefern. Ca. 25.000 Euro sind allein durch diese Gutscheine eingegangen. Alles in allem ist Crowdfunding eine sehr gute Marketingplattform. Man stellt sich von Beginn an verstärkt auf die Wünsche der Kunden ein und lässt sich immer wieder was Neues einfallen um interessant zu bleiben und die Aufmerksamkeit der zukünftigen Gäste zu erregen. „Wer denkt, Crowdfunding läuft von alleine, der ist auf dem Holzweg“ weiß Ulrich „Dazu kommen noch die Steuern und Abgaben, viel bleibt da am Ende nicht übrig“. Trotzdem hat sich die ganze Aktion für „Bunte Burger“ gerechnet. Durch die geballte Aufmerksamkeit ist der Einstieg gesichert und die veganen Burgerbrater können an wechselnden Standorten in der näheren und weiteren Umgebung für ihre Restaurant werben.

Jetzt, nachdem die Fundingschwelle von 45.000 erreicht wurde, rückt die Fertigstellung in den Fokus. Geschirr muss gekauft, Kaffee ausgewählt und Möbel aufgebaut werden. Dass der Foodtruck weiterhin auf Tour geht, versteht sich von selbst. Die Kombination von Foodtruck im Mittagsgeschäft und auf Eventveranstaltungen zusammen mit dem Betrieb des Restaurants wird hoffentlich aufgehen. Wir wünschen es den beiden auf jeden Fall.

„Bunte Burger“ findet ihr auch in der Foodtrucks Deutschland App für euer Smartphone. Die Foodtruck Deutschland App: Welche Foodtrucks sind dabei? Wo finde ich die Trucks? Wer steckt hinter der App-Entwicklung.

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