Wie Zalando zu seinem Namen kam

Aktualisiert am 04. Februar 2019 von mit Bildergalerie
localWebConference

Michael Praetorius im Gründergespräch mit Felix Haas, Gründer von amiando, einer Online Eventmanagement Software heute XING Events. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Was kann man sich unter einem "WarmUp" bei einer localWebConference vorstellen? Vielleicht "Einheizer", die die Stimmung der Teilnehmer zum kochen bringen und den ersten Redner mit euphorisch guter Stimmung begrüßen? Nein. Das ist kein klassisches "WarmUp" einer Konferenz zu Internet-Themen. Als "WarmUp" bezeichnet man die Veranstaltung am Vorabend der Konferenz, zu der alle Teilnehmer herzlich eingeladen sind. Die Stimmung ist dabei gelöster und privater als auf der eigentlichen Konferenz und so überrascht es nicht, dass die Themen eher auf Dialog ausgelegt sind. Dieser Dialog, den einige von euch von Barcamps und ähnlichen Veranstaltungen wie z.B OpenUp Camp kennen, wird auch hier großgeschrieben.

Zum WarmUp der localWebConference 2014 waren ca. 50 Teilnehmer im Coworking Space in Nürnberg eingetroffen und neben interessanten Themen gab es auch noch ein Buffet mit kleinen Leckereien. Die üblichen verdächtigen Getränke bei einer solchen Veranstaltung durften da natürlich auch nicht fehlen. Club Mate, Fritz Cola, Wostok, Proviant und natürlich fränkisches Bier waren genügend vorhanden und somit konnte die Veranstaltung beginnen.

Getränkeauswahl im Coworking Space Nürnberg

Im Coworking Space in Nürnberg gab es neben Club Mate reichlich gute Getränkeauswahl.
Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Michael Praetorius eröffnete den Abend im Gespräch mit Felix Haas. Der amiando Mitgründer Felix Haas berichtete darüber, wie schwer es ist, in Deutschland ein StartUp zu Gründen und dass es bei uns keine Kultur der Fehler gibt. Wenn ein Unternehmen gescheitert ist, dann bleibt das an der gescheiterte Person meist ein Leben lang haften. Ganz anders in den USA, wo man Unternehmer sogar bevorzugt, die schon ein Unternehmen gestartet haben, es aber nicht geklappt hat. "Er weiß, worauf er sich einlässt." meint Felix Haas. In Deutschland bleibt man ein gebranntes Kind. Kein Wunder, dass in Deutschland so wenige gründen wollen, wenn man nur eine einzige Chance hat.

Probleme deutscher StartUps

Felix Haas erzählte weiter, dass es sehr wichtig ist, sein Produkt oder seine Leistung immer wieder offen zu hinterfragen, um auf Entwicklungen schnell reagieren zu können. Deutsche Unternehmer warten meist sehr lange, bis sie mit ihrem Produkt auf den Markt gehen. Ein Produkt, das der Markt vielleicht gar nicht annimmt. Sein Tipp: nach 6 Monaten Arbeit veröffentlichen. Egal was und dann daran weiterarbeiten. Sein erstes und sehr erfolgreiches Startup amiando wurde ursprünglich als Tool konzipiert, um zu Geburtstagen einzuladen. Selbst sehr sehr aktive Werbung im Freundeskreis der Gründer hat nicht das erwartete Feedback gebracht. Erst das Feedback eines Nutzer brachte sie auf die Idee, doch gleich ein Abrechnungssystem anzuhängen. So entstand amiando.

Gute Stimmung WarmUp localWebConference

Gute Stimmung auf dem WarmUp der localWebConference im Coworking Space Nürnberg.
Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Getreu dem Motto Warmup der localWebConference 2014, wurde Felix jetzt richtig warm und machte auf einen weiteren wichtigen Punkt aufmerksam. Investoren achten speziell auf zwei Punkte. Einmal das Gründungsteam, denn es nützt nichts ein Team von Entwicklern zu haben, wenn es keinen gibt, der auf die Bühne geht. Anders herum ist es genau so schlecht, wenn lauter BWLer gründen, aber keiner die Arbeit macht, also entwickelt. Ideal ist ein Entwickler, einer der gut verkaufen kann und einer, der eher als Stratege im Hintergrund agiert. Der zweite wichtige Punkt ist der Markt. Es nützt nichts, wenn der Markt nur sehr klein und regional ist und das Produkt auch nicht skalierbar ist. Gründer in den USA haben da einen gewissen Vorteil, da ihr Markt sehr groß ist. Auf der anderen Seite sind Gründer aus Israel gerade sehr erfolgreich, gerade weil ihr Markt so klein ist und sie ihre Dienstleistung bzw. Produkt sofort von Beginn an weltweit anbieten.

Warum Zalando genau so heißt

Felix Haas und Michael Praetorius

Gespannt lauscht Michael Praetorius den Berichten von Felix Haas. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Zum Schluss des Gespräches berichtete Felix Haas noch, warum Zalando genau so heißt. Das internationale Vorbild der Gründer (Samwer Brüder) war Zappos, ein erfolgreicher US-Shop. Das erste von Oliver Samwer gegründete Unternehmen war ein Deutsches eBay und hieß alando. Dann haben sie einfach das "Z" von Zappos an "alando" angehängt und schon war Zalando geboren. Eine sehr schöne Geschichte, die auch gut beschreibt, wie viel Aufmerksamkeit der Produktname manchmal braucht. Darauf, dass die Samwer-Brüder sich nicht nur bei Namen sondern auch an kompletten Geschäftsmodellen "orientieren", möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen.

Im zweiten Teil des WarmUps zur localWebConference 'Gespräche mit Gründern' stellten einige Gründer ihre Startups und Projekte vor. Informationen darüber könnt ihr im Folgeartikel lesen.

Bilder vom WarmUp der localWebConference

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