Mit Meinfernbus unterwegs von Nürnberg nach Berlin

Veröffentlicht am von
Meinfernbus Nürnberg Berlin

Mit Meinfernbus von Nürnberg nach Berlin - Ein Erfahrungsbericht. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Nachdem ich nun unzählige male auf der Strecke Nürnberg Heidelberg mit Meinfernbus gefahren bin, war ich gespannt, welche Unterschiede es zu längeren Reisen im Bus gibt. Drei Stunden in einem Fernbus zu verbringen ist jetzt nicht so viel und überschaubar, aber 5 Stunden sind schon entschieden mehr.

Meinfernbus SMS

1,5 Stunden vor der Abfahrt bekam ich diese SMS.
Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Die Reise begann schon 1,5 Stunden früher, als gedacht mit einer SMS. „Ihr Bus der Linie L009 Richtung Berlin ZOB hat heute verkehrsbedingt ca. 20 Minuten Verspätung“ stand in der SMS. Naja das fängt ja gut an. Da aber die Fahrer der Zentrale ihre Verspätung aktiv melden und diese vor Ort selber abschätzen war ich schon auf mehr Verspätung gefasst. Übrigens, an dieser Stelle ein Tipp: Achtet bei der Bestellung eures Tickets auf die richtige Mobilfunknummer – am besten mit +49 am Anfang. Ich habe bis jetzt immer eine Verspätungs-SMS erhalten.

ZOB Nürnberg

Haltestellenschild Meinfernbus am ZOB Nürnberg. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Als der Meinfernbus dann tatsächlich mit 20 Minuten Verspätung am ZOB in Nürnberg eintraf, war das Ein- und Ausladen der Koffer noch unkoordinierter als sonst. Was auf die Verspätung zurückzuführen ist, da die neuen Fahrgäste ihre Koffer schon in den Kofferraum legten, während noch kein einziger aussteigender Gast seinen Koffer herausnehmen konnte. Das führte noch einmal zu einer Verspätung. Mit 30 Minuten Verzögerung fuhr der Bus also in Richtung Berlin ZOB. Erschwerend kam hinzu, dass der Fahrer eine für die Uhrzeit sehr unvorteilhafte Strecke zur Autobahn wählte und dort noch im Verkehr hängen blieb. Vielleicht noch ein Satz zur Busbeschriftung bei Meinfernbus. Mit ist es schon häufiger aufgefallen, dass gerade neue Fahrgäste sich durch die Werbung am Bus verunsichern lassen. Dort werden nicht unbedingt die Orte dargestellt, zwischen denen der Bus fährt. Das Ziel des Busses steht stattdessen ganz klein im rechten oberen Bereich des Busses. Das ist für den ein oder anderen überhaupt nicht ersichtlich. Besser wäre eine Anzeige oder Schild in Kopfhöhe beim Fahrer. Gerade an Standorten wie Nürnberg können schon einmal mehrere Meinfernbusse fast zeitgleich den ZOB verlassen. Da ist es wichtig schnell zu wissen in welchen Bus ich einsteigen muss.

News News zum Thema Fernbusse: Fernbus

IC Bus

IC Bus der Deutschen Bahn jetzt mit Entertainment-System

Die Deutsche Bahn bietet seit Kurzem ein Entertainment-System in den IC Bussen an. Dort kann man Videos und Serien anschauen, Hörbücher genießen und aktuelle Zeitungen lesen.

News News zum Thema Fernbusse: Mobilitaet

Berlin Linienbus

Die Bahn übernimmt Berlin Linien Bus vollständig

Die Deutsche Bahn übernimmt die Berlin-Linien-Bus-GmbH. Der Fernbusmarkt konsolidiert sich damit weiter.

Sitze im Meinfernbsu

Die Sitze kann man auch in Richtung Gang verschieben. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Im Bus angekommen war alles wie bei meinen anderen Fernbusfahrten. Die Sitze konnte man nach hinten verstellen. Der Mülleimer befand sich links unter der ein- und ausklappbaren Seitenlehne und etwas darüber war auch die Möglichkeit den Sitz in Richtung Gang zu verschieben. Die Steckdosen waren zwischen den Sitzen unten gut versteckt. Im Vergleich zu einem Doppeldecker Bus, wie es die IC-Bus Linien der Bahn einsetzen, kann ich auch problemlos mit meinen 1,90 Meter im Bus stehen. Alles wie immer.

Der Geruch der Toilette wirklich sehr
sehr schwer auszuhalten!

Nach dem Losfahren wies der Fahrer die Gäste auf einen Wechsel hin, der an der Raststätte Sophienberg erfolgen sollte. Ein anderer Meinfernbus-Fahrer wird uns dann nach Berlin bringen. Dieser Wechsel erfolgte auch wirklich sehr schnell und nach gestoppten 8 Minuten ging es auch schon wieder weiter in Richtung Berlin ZOB. Die Klimaanlage funktionierte gut und kühlte den Bus bei einer Außentemperatur von über 30 Grad auf angenehme 22-24 Grad herunter.

Meinfernbus und die Steckdose

Steckdosen gibt es mittlerweile unter jedem Sitzpaar. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Da die Fahrt aber jetzt nach Berlin ohne Stop erfolgte, hatte der ein oder andere Gast auch passende Verpflegung mitgenommen. Der Hinweis, dass in Fernbussen Anschnallpflicht herrscht wird nicht immer von jedem Fahrer durchgesagt. Somit auch von meiner Seite: „Bitte schnallt euch an!“. Zahlreiche Gäste haben Kissen oder Reisetaschen genutzt, um die lange Zeit schlafend zu überbrücken. Auf dieser Fahrt war aber der Geruch der Toilette wirklich sehr sehr schwer auszuhalten. Auch weil bedingt durch die lange Fahrt die Toilette dauernd besetzt war. Somit ein weiterer Tipp, bei einer langen fahrt, setzt euch eher weit weg von der Toilette. Das ist in den IC-Bus Doppeldeckern der Bahn besser gelöst, da sich dort die Toilette unten befindet und somit etwas Abstand zu den anderen Fahrgästen besteht.

Meinfernbus erlaubt Smartphones

Smartphones nicht erlaubt im Bus - Unsinn! Natürlich! Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Eine 5-Stunden-Fahrt in einem Bus ist doch ganz gut möglich. Entgegen meinen ursprünglichen Bedenken lassen sich diese 5 Stunden doch ganz effektiv verbringen. Wenn man den Hinweis mit der Toilette berücksichtigt und sich auch genügend zu Trinken und zu Essen mitnimmt, geht das. Alternativ kann man natürlich auch noch auf das Angebot von Getränken bei Meinfernbus zurückgreifen. Was mich weiterhin irritiert: Immer wieder finde ich Hinweise darauf, dass im Bus die Verwendung von Mobiltelefonen zur eigenen Sicherheit verboten ist. Die offizielle Aussage von Meinfernbus lautet hier aber etwas anders. Natürlich könnt ihr Smartphons im Bus verwenden. Lasst euch also trotz anderslautender Hinweise, Durchsagen oder auch Ausdrucke nicht irritieren.

Der Bus schaffte es dann aber doch, ohne nennenswerte Staus in Berlin mit 30 Minuten Verspätung einzutreffen. Der Berliner ZOB ist in Charlottenburg-Wilmersdorf gelegen, für Berlin noch mittendrin. Der Weg zur U-Bahn-Haltestelle Kaiserdamm ist nicht weit und von dort bringt euch die U2 weiter. Alternativ könnt Ihr natürlich auch mit der S-Bahn von der Haltestelle Messe Nord weiterfahren. Viel Spaß bei eurer nächsten Reise egal mit welchem Fernbusbetreiber.

Unser großer Fernbusvergleichstest - Wir sind wochenlang Fernbuss gefahren, haben zugehört, getestet und hier ist unser Ergebnis: Vergleichstest der deutschen Fernbusanbieter.
Blog abonnieren
'Nürnberg und so' Blogfeed abonnieren

Zusätzlich zu dem Podcast stellt 'Nürnberg und so' auch immer wieder begleitende Geschichten und Informationen aus der Metropolregion Nürnberg vor.

Blog-Artikel als RSS Feed abonnieren

Du willst nichts verpassen?
Anmeldung E-Mail Newsletter 'Nürnberg und so'

Anmeldung zum E-Mail Newsletter

Sätze für die Ewigkeit
Podcast Nürnberg und so
Das erste Tier im Nürnberger Tiergarten war bestimmt ein Maulwurf
Markus Wolf in Sendung No. 18
Seit 1680 wird hier lückenlos gebacken.
Arnd Erbel in Sendung No. 29
Leute die in Dubai mal einen Turm gereinigt haben, können auch einen Kletterwald bauen.
Sven Kuntzsch in Sendung No. 28
Letzte Podcast Sendungen
Nürnberg und so

Jörg Korinek / Podcast-Sendung No. 32

Veröffentlicht am 05.05.2015

Den geborenen Göppinger lockte ein Praktikum in die Frankenmetropole. Dem Weg zum Informatik-Studium gingen einige bundesweite Schulaufenthalte voraus, bei denen er Orientierung gewann und diverse…

zur Sendung No. 32

Roland Rosenbauer / Podcast-Sendung No. 31

Veröffentlicht am 11.02.2015

Aus Cadolzburg kommend, finanzierte er sich mit dem "Ruf der Unendlichkeit" oder der "Rache des Knochenmannes" seine Schulzeit. Trotz BWL Studium landete er schließlich beim Jugendfunk des…

zur Sendung No. 31

Aktuelle Magazin-Artikel
Nürnberg und so

Weltstädtische Fassade: Das Jugendstilhaus Humboldtstraße 111

Veröffentlicht am 11.06.2018

An der Humboldtstraße, einer der edelsten Straßenzüge der Nürnberger Südstadt, entstand vor rund einem Jahrhundert weltstädtische Baukunst. Das Haus mit der Nr. 111 bietet Jugendstil vom…

weiterlesen

Das große „J“ an der Ecke: Die Weiß’schen Wohnhäuser in St. Jobst

Veröffentlicht am 28.05.2018

In den 1930er Jahren war der Nürnberger Stadtteil St. Jobst ein locker bebauter Vorort. Die Verstädterung verdrängte das Grün, brachte aber interessante Architektur hervor, etwa die…

weiterlesen

Pracht über der Pegnitz: Mietspaläste an der Hochstraße

Veröffentlicht am 14.05.2018

Um 1900 war die Hochstraße über der Pegnitz ein „In-Viertel“ für jene, die Geschmack und Geld besaßen. Noch heute zeugen prächtige Mietspaläste vom Repräsentationswillen der Fabrikanten,…

weiterlesen

Heimat der Miniaturwelten: Das frühere Fleischmann-Areal in St. Johannis

Veröffentlicht am 30.04.2018

Seit über 400 Jahren gilt Nürnberg als Hochburg der Spielwarenfertigung. Als im 19. Jahrhundert Modellschiffe und -eisenbahnen die Kinderzimmer eroberten, waren Nürnberger Produzenten ganz vorn…

weiterlesen