In München gings rund – Foodtrucks auf der Überholspur

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Beschriftung Meat is for Pussies

Etwa 6.000 Besucher feierten die Foodtrucks und Streetfood Gastronomen in München. Der Viehhof im legendären Schlachthofgelände war am Sonntag Treffpunkt der bayerischen Foodtruck Szene. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Im legendären Schlachthofgelände trafen sich am Sonntag den 19. April Foodtrucks aus ganz Deutschland, um gemeinsam Streetfood zu feiern. Die 4 Euro Eintritt hielten nur wenige davon ab, sich an den zahlreichen Köstlichkeiten zu erfreuen.

Leichter Wind wehte hier und da etwas Staub auf und erzeugte dadurch ein recht authentisches Wild-West Feeling. Fehlten nur noch die Steppenroller, die sich mit dem Wind über den Platz bewegen. Aber für diese Bewegung sorgten die zahlreichen Besucher, die sich über die starke Frühlingssonne freuten und über den Platz schlenderten, um die ein oder andere Köstlichkeit zu probieren.

Sandwich Lauginger

Ox Grill by Ringlers mit dem „Lauginger“. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Ähnlich wie auf den Franconian Foodtruck RoundUps in Nürnberg gab es auch in München Probierportionen. Häufig wurden dafür die Originalgerichte geteilt, so gab es bei Guerilla Gröstl einen halben Bacon Jam Burger und auch Chivito teile das Sandwich in zwei Hälften. Diese kleineren Probierportionen ermöglichten es dem Besucher aber trotzdem nicht, das umfangreiche Angebot der vielen Leckereien zu probieren. Zwar waren einige vegane und vegetarische Stände vorhanden, aber die Burger waren eindeutig in der Überzahl. Gefühlt bot ein drittel der Stände eigene Burger an, die sich qualitativ aber sehr unterschieden.

Die Foodtrucks waren eindeutig in der Überzahl.
Sandwiches in der Auslage

Unter anderem auch der Fat Frenchman mit Trüffelnaise & Baconrelish. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Das erste große Foodtruck RoundUp in München war für mich ein Schlemmerparadies, und bot die Möglichkeit mir von der Münchner Streetfood Szene ein Update zu verschaffen. Das Schöne an München ist, dass eine enorme Vielfalt an kreativen Gerichten vorhanden ist. Neben den beliebten Nürnberger Foodtrucks gab es auch viele neue Akteure. So überraschte mich „J.Kinski“ mit leckeren Sandwiches – Fat Frenchman mit Trüffelnaise & Baconrelish – und „BOONIAN“ mit einem wirklich leckeren und würzigen „Spicy BBQ Sandwich“ – vegan.

Warteschlange Donuttruck

Rekordverdächtig die Warteschlange an Donuttruck. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Martin Ringler ist nach seiner Premiere auf dem 6. Foodtruck RoundUp in Nürnberg erfolgreich gestartet, das bewies die Länge der Warteschlange. Die längste Schlange aber hatten mit Sicherheit Carolin und Markus von der Donutfactory. Mit ihrem rosa Truck waren sie die einzigen, die süße Leckereien anboten und die waren spätestens nach 15:00 Uhr extrem gefragt. Nur die Brezenverkäufer konnten sich nicht über regen Zulauf freuen.

Der Termin für das nächste Foodtruck RoundUp steht noch nicht fest.

Der Ort war von dem Organisationsteam sehr gut gewählt und konnte zu jeder Zeit den Ansturm der geschätzten 6.000 Besucher locker bewältigen. Tolle Streetfood Atmosphäre und eine leckere Auswahl an Gerichten machten das RoundUp ON TOUR in München zu einem kulinarischen Erlebnis. Kritik gab es aber schon während der laufenden Veranstaltung: die Eintrittspreise wären zu hoch und die Gerichte zu teuer.

Frozen Yogurth

Auch Uncls Yos hatte viel zu tun, Dank des schönen Wetters. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Diese Kritik ist zwar nachvollziehbar, aber eine angemietete Location dieser Art muss auch bezahlt werden. Um diese Infrastruktur und Sicherheit bieten zu können, bedarf es eines angemessenen Eintrittspreises, um so die Kosten für die Trucks in Grenzen zu halten. Die Preise für die Gerichte der jeweiligen Foodtrucks sind auch immer ein Spiegel des eigenen, qualitativen Anspruchs der Foodtruck-Gastronomen. Regionale Waren in hervorragender Qualität haben eben ihren Preis. Aber genau dieser hohe Qualitätsanspruch macht die Streetfood Bewegung ja so beliebt und erfolgreich. Hier werden eben nur wenige oder gar keine Fertigprodukte verwendet, und das schmeckt man.

Panorama vom Circus of Food

Fast 270 Grad vom Circus of Food in München. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Circus of Food im “Viehhof” in München –
Foodporn vom Feinsten

Amüsante Anekdote am Rande: der „Blaue Streetfood Truck“ von Chivito wurde umkonzipiert und als mobiles Büro genutzt. Auch eine Möglichkeit, einen Foodtruck einzusetzten - als Bürotruck. Ich glaube, dass wäre für mich genau das passende Zuhause, tagsüber arbeiten und abends kochen - Ich will auch einen Büro-Food-Truck!

Besucher auf dem Circus of Food

Die Foodtrucks weckten großes Interesse. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

Der Viehhof in München ist wie geschaffen für ein Foodtruck RoundUp. Einzelne Markstände gehen etwas unter im Vergleich zu den größeren Trucks. Ich freue mich schon auf das nächste Foodtruck Festival in München, dem Circus of Food.

Folgende Foodtrucks und Streetfood Stände waren auf dem Circus of Food - Das große Foodtruck Festival #1: Napo Amo, Arepas, Bacon Bomber, Bao Mau Mau, BLAUER STREET FOOD TRUCK als Bürotruck, BOONIAN, Bratwurst Döslein, Brezel Connection, Burrito Bande, Burrito Bandito, CHIVITO, Donut Factory, Falafel, Fish Art, frogis frozen Jogurt, Gaumengold, GOUD, Grillin me, Guerilla Gröstl, Intolerante Isi, Isardogs, j.kinski, Küchen Dampf, meikaii, Mucho Gusto, my Indigo, Nipponoodles, nonidu, Pasta Laster, Pizza Innovazione, Poushe Strudelhaus, Ringlers Food Truck, Salsa Verde, Senfmobil, S-Fahrbrik, SMOKING Buffalo BBQ, Swagman, The Cave, Tram Cafe, Uncle Yo´s, voglwild und Wufo.

Weitere Infos zu dem Artikel findet ihr auf den folgenden Seiten: Foodtrucks in München, Original Foodtruck RoundUp, Foodtruck Deutschland App und natürlich in unserem Themenschwerpunkt Foodtrucks.

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Impressionen vom RoundUp

Eindrücke vom Circus of Food, dem RoundUp ON TOUR in München. Fotos: © Markus Wolf / Nürnberg und so (cc)

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