Podcast-Sendung No. 9 mit Claudia Marquardt

Sendung No. 9, veröffentlicht am 07. Mai 2013 von Daniel und Markus / Google+
Portrait Claudia Marquardt

Erwachsenen und Kindern ermöglicht sie, sich nicht nur ernsthaft, sondern auch spielerisch dem Thema Kunst zu nähern, die Leiterin der Museumspädagogik im Neuen Museum Nürnberg Claudia Marquardt.

Die Leiterin der Museumspädagogik des Neuen Museums Nürnberg im Interview über Eltern, Kinder und Kunst- bzw. Kulturvermittlung.

Heute sind wir im Herzen Nürnbergs direkt gegenüber vom Haupbahnhof. Unser heutiger Gast kommt eigentlich aus Schwaben und studierte im hohen Norden in Lüneburg Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaften. Erste Erfahrungen im Museumsalltag sammelte Sie im Sprengel Museum Hannover bis Sie dann schließlich 1999 im Neuen Museum Nürnberg Ihre neue Heimat fand. Hier ist die Frau, die es Erwachsenen und Kindern ermöglicht, sich nicht nur ernsthaft, sondern auch spielerisch dem Thema Kunst zu nähern, die Leiterin der Museumspädagogik, herzlich willkommen Claudia Marquardt.

Büro im Alltag einer Podcastaufnahme

Büro im Alltag einer Podcastaufnahme

Der erste warme Tag des Jahres 2013 – es hat bis Mitte April gedauert – führte uns zu einem jungen Nürnberger Teenager: dem Neuen Museum Nürnberg. Dort empfing uns unserer achter Gast zur Aufzeichnung der neunten Sendung: die Leiterin der Museumspädagogik Claudia Marquardt. Gleich zu Beginn erfuhren wir, dass wir uns für das Gespräch einen wirklich besonderen Tag am Klarissenplatz ausgesucht haben: den 13. Geburtstag des Neuen Museums Nürnberg. Darauf waren wir aus Unkenntnis nicht vorbereitet und hatten demnach auch kein Geburtstagsgeschenk dabei. Aber gern widmen wir hiermit diese Sendung No. 9 diesem inspirierenden Haus für Kunst- und Kulturvermittlung.

Kunst und Moderne in einem Bild

Kunst und Moderne in einem Bild :-)

Um Kunst- bzw. Kulturvermittlung geht es auch in der täglichen Arbeit von Claudia Marquardt. Zusammen mit ihren Kolleginnen bietet Claudia Workshops, Führungen, Gespräche und Veranstaltungen im Neuen Museum Nürnberg. Dieser Ort, der u.a. eine Partnerschaft mit der Neuen Pinakothek der Moderne in München hat, ist eine absolut zu empfehlende Adresse für Menschen, die sich für zeitgenössische Kunst und Design interessieren. Die Kernaufgabe der Nürnberger Museumspädagogen formuliert Claudia Marquardt mit der Frage "Wie können wir möglichst besucherorientiert die Exponate vermitteln?", die sie und das Team sich mit jeder Ausstellung, jedem Workshop und jeder Führung wieder aufs Neue stellen. Wie auch in anderen Pädagogik-Bereichen spielt natürlich die Didaktik eine entscheidende Rolle. Nicht nur altersgerecht, sondern auch zielgruppenspezifisch und dabei vielseitig und spannend sollte die Kulturvermittlung sein. Nicht zu vernachlässigen sind dabei die Bedürfnisse der Besucher einerseits als auch deren Vorkenntnisse andererseits.

Wir hatten kleine Unterstützung während der Aufnahme

Wir hatten kleine Unterstützung während der Aufnahme

Weiterhin haben wir über das Grundproblem beim Umgang mit der Begrifflichkeit 'Museumspädagogik' gesprochen: Immer wieder denken Menschen bei Museumspädagogik nämlich an die pädagogische Arbeit mit Kindern. Dies ist natürlich ein wichtiger Bestandteil, lässt aber die ebenso maßgeblichen Angebote für Jugendliche und Erwachsene unberücksichtigt. Dies mündet in der immer häufiger feststellbaren Ergänzung des traditionellen Arbeitsfeldes Museumspädagogik durch Begriffe wie 'Visuelle Bildung und Kommunikation' oder besagter 'Kunstvermittlung'. Neben der praktisch gelebten Museumspädagogik trägt Claudia Marquadt auch zur theoretischen Verbreitung dieser Lerninhalte bei: Schon seit mehreren Semestern hat sie an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät im Bereich Kunstpädagogik einen Lehrauftrag. Claudia steht dabei jedoch nicht vor den Studenten im Hörsaal, sondern gibt Seminare direkt im Neuen Museum Nürnberg.

Fachliteratur als Zeitschriften

Fachliteratur als Zeitschriften

Auch wenn, wie oben erwähnt, die Museumspädagogik nicht nur aus Angeboten für Kinder besteht, haben wir uns mit Claudia dann doch recht intensiv und konkret über die Angebote unterhalten, welche sich an Kinder richten. Nicht nur ich habe mit meiner Tochter einen Sonntagvormittag das (zwei mal monatlich) stattfindende Führungsangebot für Kinder wahrgenommen, sondern auch Markus hat seine Tochter schon mehr als einmal entspannt in die Obhut eines/r erfahrenen Museumspädagogen/in übergeben. Dies können wir also auch aus persönlicher Erfahrung nur empfehlen. Es ist toll, wenn die Kids mit Kissen bewaffnet losziehen, sich in den hellen Gängen und Räumen niederlassen um Kunstwerke zu besprechen und anschließend selbst kreativ werden können.

Weitere Fachliteratur

Weitere Fachliteratur

Man selbst kann sich ganz ungestört auf Entdeckungsreise durchs Neue Museum begeben. Weiteres Highlight sind die in den Pfingst- und Herbstferien stattfindenden Kinderwochen. Was hier passiert, kann man sich am besten auf diesen Bildern Werkstattbilder, Wildes Bauen einen Eindruck verschaffen oder die Kinder direkt anmelden. Hauptzielgruppe der Kinderwoche sind in erster Linie aber Kinder, deren Eltern es ihnen nicht ermöglichen bzw. nicht ermöglichen können solch kreativitätsfördernde und bildungsvermittelnde Angebote wahrzunehmen. Erstaunlich, dass dieses Angebot kostenlos angeboten werden kann, was vor allem durch großzügige Sponsoren bewerkstelligt wird. Darum auch von uns an dieser Stelle die Aufforderung an engagierte Unternehmen oder Privatpersonen: Unterstützt die Museumspädagogik des Neuen Museums Nürnberg! Neben finanzieller Mitwirkung werden auch Materialspenden gern genommen.

Neben der Möglichkeit die museumspädagogische Arbeit des Neuen Museums als Sponsor oder Spender zu unterstützen, bleibt die wohl wichtigste Unterstützung aber in jedem Fall der Besuch des Neuen Museums Nürnberg. Wir wünschen Claudia Marquardt ein volles Haus und insbesondere stark frequentierte Workshops, Seminare und Kurse.

Die Audio-Datei direkt aufrufen

Wenn der Player nicht funktioniert, kannst Du auch die Audio-Datei direkt aufrufen und z.B. an deinem Smartphone oder Tablet speichern, um die Folge später anzuhören.

Podcast-Sendung No. 9 mit Claudia Marquardt herunterladen

Sendung No. 9 anhören
Podcast Nürnberg und so
Du willst nichts verpassen?
Anmeldung E-Mail Newsletter 'Nürnberg und so'

Anmeldung zum E-Mail Newsletter

Sätze für die Ewigkeit
Podcast Nürnberg und so
Der Alfred ist gerade in der Brunftzeit.
Sven Kuntzsch in Sendung No. 28
Wenn ich von Messern und scharfen Klingen erzähle, dann sehe ich das Leuchten und Glänzen in den Augen der Männer.
Thomas Holz in Sendung No. 14
Nürnberg, eine Stadt, die sich selber immer wieder aus der Scheiße raus hilft
Ulrich Maly in Sendung No. 20
Letzte Podcast Sendungen
Nürnberg und so

Jörg Korinek / Podcast-Sendung No. 32

Veröffentlicht am 05.05.2015

Den geborenen Göppinger lockte ein Praktikum in die Frankenmetropole. Dem Weg zum Informatik-Studium gingen einige bundesweite Schulaufenthalte voraus, bei denen er Orientierung gewann und diverse…

zur Sendung No. 32

Roland Rosenbauer / Podcast-Sendung No. 31

Veröffentlicht am 11.02.2015

Aus Cadolzburg kommend, finanzierte er sich mit dem "Ruf der Unendlichkeit" oder der "Rache des Knochenmannes" seine Schulzeit. Trotz BWL Studium landete er schließlich beim Jugendfunk des…

zur Sendung No. 31

Aktuelle Magazin-Artikel
Nürnberg und so

Viermal Gibitzenhof: Der Dianaplatz und seine Umgebung

Veröffentlicht am 18.09.2017

Der Dianaplatz in der Nürnberger Südstadt ist nicht nur Verkehrsknotenpunkt. Der Platz und sein Umfeld markieren auch den Kern des alten Dorfes Gibitzenhof, das sich ab dem 19. Jahrhundert zu einem…

weiterlesen

Frau Höflers neue Kleider: Ein Eckhaus im Rennweg

Veröffentlicht am 04.09.2017

Um 1900, als noch niemand an Internethandel und Shopping Malls dachte, war der kleine Laden um die Ecke ein vertrauter Anblick. Ein besonders hübsches Exemplar dieser aussterbenden Spezies stand im…

weiterlesen

Klassizismus in Serie: Die Lindenaststraße 58 und ihre Nachbarn

Veröffentlicht am 21.08.2017

Architektur in Serie gab es schon vor über 100 Jahren. Sie sparte Geld und sah – einen verständigen Planer vorausgesetzt – dabei auch noch hübsch aus. Ein sehenswertes Beispiel gehobener…

weiterlesen