Mr. Burrito: Die Nacht zum Taco gemacht

Veröffentlicht am von und Daniel Bendl
Inhaber Mr. Burrito

Die Mr. Burritos: David Hlavacek, Laurence Deiters und Karol Walus (v.l.n.r). Foto: © Daniel Bendl / Nürnberg und so

Aus der Nachtgastronomie kommend, haben die Gründer von Mr. Burrito 2014 den Schritt ins Tagesgeschäft mit mexikanischem Essen gewagt. Benni und Daniel haben den Klassiker Burrito in der Krebsgasse 2 getestet.

Man kann sie leicht übersehen, aber viele wissen, dass es sich dort einige kulinarische Geschäfte aneinandereihen. Die Rede ist von der Krebsgasse, eine der Abzweigungen der Karolinenstrasse in der Nürnberger Fußgängerzone.

David Hlavacek und die beiden anderen Inhaber von Mr. Burrito, Karol Walus und Laurence Deiters, kennen sich seit Jugendjahren und dem Zivildienst. 2007 organisierten sie die ersten Veranstaltungen im Nürnberger Nachtleben, dann haben sie das 360 Grad bzw. das frühere Bubbles eröffnet. Ein Jahr später folgte die Coyote Bar und das King Lui.

Küche Mr. Burrito

Alles transparent: ein Blick in die Küche. Foto: © Daniel Bendl / Nürnberg und so

Es kam die Idee, einen Laden nach US-amerikanischem Vorbild aufzumachen, genauer Chipotle. Die mexikanische Kette gibt es in den USA seit 1993, 20 Jahre später machte in Frankfurt die erste deutsche Filiale auf. Der US-Taco-Trend hat sie fasziniert, sie sind in die Mainmetropole gefahren und haben sich über das Konzept informiert.

Eröffnet haben sie Mr. Burrito im November 2014 in der Krebsgasse 2. Auch das Cafe Fortezza nebenan betreiben sie. 2016 soll die nächste Mr. Burrito-Filiale in Nürnberg, Nähe Hauptmarkt, öffnen. Und so soll das Ziel verfolgt werden, aus der Eigenkreation eine Kette zu machen. Sie möchten mehr Touristen in der Stadt erreichen, die nach ihrer Meinung noch aufgeschlossener für das mexikanische Essen sind.

Nach einem guten Jahr ziehen die Inhaber von Mr. Burrito ein positives Resümee: Sie sind sehr zufrieden, haben gute Tripadvisor-Bewertungen, wünschen sich aber noch mehr Akzeptanz bei der breiten Masse.

Kernprodukt ist der Burrito

Kernprodukt ist der Burrito mit den Grundzutaten Reis, Bohnen, Salsa und einer Hauptzutat wie Huhn, Rind oder Tofu (am Mittwoch gibt es einen veganen Tag). Der Burrito verkauft sich auch am häufigsten. Die Zutaten haben eine eigene Rezeptur.

Reis Mr. Burrito

Reis und Bohnen gehören in praktisch jeden Burrito. Foto: © Daniel Bendl / Nürnberg und so

Es wird ohne Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe gearbeitet. Auch einen Burrito-Teller, Quesadillas sowie ein Salat bilden die Basis im Angebot. Alle Gerichte kann man sich individuell zusammenstellen.

Die Küche ist offen und soll Transparenz gegenüber dem Kunden vermitteln. Offen sind sie auch bei der Kommunikation gegenüber dem Kunden, was Bewertungsportale angeht. Dort antworten sie auf praktisch jede Bewertung, sei sie positiv oder negativ.

Mr. Burrito profitiert vom sich ändernden Preisbewusstsein bei Schnellgerichten. “Die Leute zahlen mittlerweile 8 oder 9 Euro für einen Burger ohne mit der Wimper zu zucken.”, so David.

Geschmackstest

Benni entschied sich für einen Burrito (Grundpreis 6,50 Euro) mit schwarzen Bohnen, Limettenreis, Pulled Pork und zusätzlich Guacamole und Jalapenos. Man bekommt einen relativ wuchtigen Tortillawrap im Korb, der in Alufolie gewickelt ist. So bleibt er warm und man hat gleichzeitig einen Tropfschutz. Der Burrito überzeugt mit seinen frischen Zutaten, vor allem die Guacamole besticht. Benni konnte auch von den Quesadillas probieren, die bei Mr. Burrito einem guten Käsesandwich nahekommen und Spaß machten.

Burrito Mr. Burrito

Der Burrito kurz bevor er eingewickelt wird. Foto: © Daniel Bendl / Nürnberg und so

Daniel probierte einen Burrito mit brasilianischem Roastbeef, Guacamole und Jalapenos. Auch sein Burrito hatte eine erstaunliche Größe. Die Zutaten bestechen durch ausgewogene Würze. Etwas mehr Halt täte dem Burrito von Mr. Burrito sicher gut und so ordnet sich im direkten lokalen Vergleich Mr. Burrito dicht hinter Hot Tacos ein, die bereits mit drei Standorten in Nürnberg vertreten sind.

Schön zu wissen, dass man in Nürnberg immer mehr Auswahl in Sachen höherwertiges Fastfood hat. Wir sind gespannt, wie es mit der Expansion von Mr. Burrito weitergeht.

Blog abonnieren
'Nürnberg und so' Blogfeed abonnieren

Zusätzlich zu dem Podcast stellt 'Nürnberg und so' auch immer wieder begleitende Geschichten und Informationen aus der Metropolregion Nürnberg vor.

Blog-Artikel als RSS Feed abonnieren

Du willst nichts verpassen?
Anmeldung E-Mail Newsletter 'Nürnberg und so'

Anmeldung zum E-Mail Newsletter

Sätze für die Ewigkeit
Podcast Nürnberg und so
Mein erster Poetry Slam Auftritt war Panik.
Michael Jakob in Sendung No. 27
Ich bin froh, dass ich es nicht gegoogelt habe!
Daniel Bendl in Sendung No. 12
Dann kam Windows und veränderte alles.
Jörg Korinek in Sendung No. 32
Letzte Podcast Sendungen
Nürnberg und so

Jörg Korinek / Podcast-Sendung No. 32

Veröffentlicht am 05.05.2015

Den geborenen Göppinger lockte ein Praktikum in die Frankenmetropole. Dem Weg zum Informatik-Studium gingen einige bundesweite Schulaufenthalte voraus, bei denen er Orientierung gewann und diverse…

zur Sendung No. 32

Roland Rosenbauer / Podcast-Sendung No. 31

Veröffentlicht am 11.02.2015

Aus Cadolzburg kommend, finanzierte er sich mit dem "Ruf der Unendlichkeit" oder der "Rache des Knochenmannes" seine Schulzeit. Trotz BWL Studium landete er schließlich beim Jugendfunk des…

zur Sendung No. 31

Aktuelle Magazin-Artikel
Nürnberg und so

Alle Wege führen nach Rom: Ein Wirtshaus in der Paumgartnerstraße

Veröffentlicht am 20.02.2017

War es die Sehnsucht nach dem sonnigen Süden, der die Wirtschaft in der Paumgartnerstraße 22 in Gostenhof einst ihren Namen verdankte? Das Haus, in dem sie sich befand, steht noch heute und ist ein…

weiterlesen

Durchbruch: Die Baulücke am Celtisplatz

Veröffentlicht am 13.02.2017

Der Celtisplatz in Galgenhof gehört zu jenen Plätzen, die ihrer Anmutung nach den Namen nicht recht zu verdienen scheinen. Doch der Platz war nicht immer die breite Verkehrsachse, als die er sich…

weiterlesen

Land unter: Als die Kleinweidenmühle im Wasser stand

Veröffentlicht am 06.02.2017

Heute würde wohl niemandem mehr einfallen, eine Ansichtskarte an seine Lieben zu schicken, auf der eine Naturkatastrophe zu sehen ist. Um 1900 war man da noch etwas sorgloser. Allein das…

weiterlesen

Gruß von Berta und Sigmund: Die Zickstraße im Jahr 1910

Veröffentlicht am 30.01.2017

Einfach, aber solide – das waren die meisten Wohnhäuser an der Bärenschanze vor rund 100 Jahren. Eine eindrucksvolle Fassade im Stil des Klassizismus oder der Renaissance gönnte man sich…

weiterlesen