Klaus P. Wünsch in Podcast-Sendung No. 30

Sendung No. 30, veröffentlicht am 07. Januar 2015 von Nürnberg und so / Google+
Klaus Peter Wünsch, Food Trucker der ersten Stunden in Sendung No. *30*

Klaus P. Wünsch spielte fünf Jahre in der Bundesliga, bevor er seine zweite Karriere als Foodtrucker begann. Mr. Foodtruck steht wie kein anderer für das Engagement in der deutschen Foodtruck Szene. Foto: © Markus Wolf / Nürnberg und so

Klaus P. Wünsch spielte fünf Jahre in der Bundesliga, bevor er seine zweite Karriere als Foodtrucker begann. Mr. Foodtruck steht wie kein anderer für das Engagement in der deutschen Foodtruck Szene.

Der geborene Dortmunder spielte fünf Jahre in der Bundesliga und krönte seine Sportlerkarriere als Schiedsrichter. Die Elternzeit veränderte alles. Als er seinem amerikanischem Schwager empfahl, sich mit einem Smoker in die Breite Gasse zu stellen, lächelte er noch. Heute steht er selbst in einem seiner Food Trucks und verkauft feinstes Street Food. Hier ist der Mann, der als Speditionskaufmann den Warentransport von der Pike auf gelernt hat. Herzlich Willkommen Mr. Foodtruck, Klaus Peter Wünsch.

Ribwich Plakat

KPWs Original – Ribwich Sandwich. Foto: © Daniel Bendl/ Nürnberg und so (cc)

Auf in die goldene Stadt. Nein, nicht nach Prag, sondern ins mittelfränkische Schwabach machten wir uns auf zur Aufzeichnung unserer 30. Sendung. Einen Steinwurf vom Stadtmuseum Schwabach entfernt befindet sich auf dem ehemaligen Army-Gelände ein kleines Büro mit Lagerhalle von Deutschlands Foodtruck-Pionieren. Aber nicht nur die zwei schwarzen Freightliner von Ribwich werden hier jeden Morgen mit mariniertem Schweinefleisch in BBQ Soße, Brötchen und Toppings beladen. Hier im Süden von Nürnberg befindet sich außerdem die Schaltzentrale von Foodtrucks Deutschland. Der Mann hinter den Hebeln ist Klaus P. Wünsch und dieser empfing uns zu einem unterhaltsamen Abend.

Lange hat Klaus P. Wünsch experimentiert und probiert, bis das Ribwich in seiner heute so beliebten Form fertig war. Auch begann der Verkauf nicht aus den heute so bekannten Foodtrucks. Voraus gingen ein paar Verkaufstermine aus einem Zelt. Das Football-Team der Nürnberg Rams war eines der ersten Ribwich-Kunden und so holte sich Klaus wertvolles Feedback von seinen ehemaligen Teamspielern. Schnell war klar, dass die Vorbereitung besser laufen muss, der Smoker zu klein, ein Zelt ungeeignet ist und ein Partner her muss. Dieser war schnell gefunden: sein Freund Peter Wolf.

Der Car-Dealer ist offizielles Schwarzenegger-Double.

Foodtrucks vom Typ Freightliner sind meist von der US-Army ausgemusterte Fahrzeuge oder waren als Delivery-Vans bei Zustelldiensten wie z.B. FedEx. Für deutsche Logistik-Anforderungen sind die Transporter jedoch ungeeignet, für ein Foodtruck-Vorhaben jedoch das ideale Vehikel. Nachdem der erste Truck gekauft war, ging die Arbeit so richtig los. Vor der ersten Tour als Foodtruck waren jede Menge Umbauarbeiten notwendig. Der Smoker musste eingebaut werden und eine Gasanlage durfte nicht fehlen. Inzwischen hat sich der schwarze Ribwich-Foodtruck vermehrt und so fahren zwei Freightliner zu verschiedenen Standorten im Großraum Nürnberg.

Logo Food-Trucks-Deutschland

Foto: © Foodtrucks Deutschland

Gewachsen ist auch die Foodtruck-Szene als solche. Als Klaus P. Wünsch immer wieder von neuen Trucks im Bundesgebiet erfuhr, startete er eines Nachts die Facebook-Seite Foodtrucks Deutschland. Dort werden neue Konzepte vorgestellt und auf der zugehörigen Website kategorisiert und mit Testberichten verlinkt. Die Vielfalt ist heute mannigfaltig. Von kleinsten Trucks über manch außergewöhnlichen Trailer bis hin zu US-Schulbussen ist inzwischen eine ganze Armada von Food Trucks auf deutschen Straßen unterwegs. Geboten ist von allen Variationen amerikanischen BBQs, süßen Sünden wie Eis oder Donuts, klassischen Traditionsgerichten wie Curry-Wurst und Burgern, regionalen Specials wie Spätzle oder Maultaschen bis hin zu vegetarischen sowie veganen Alternativen, ja sogar einem Foodtruck für Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten ein solch großes Spektrum, dass der Foodtruck-Hype und seine regelrechte Fan-Kultur nachvollziehbar ist.

Nicht teuerster Wareneinsatz, sondern mit Herz, Liebe und Hingabe leckeres, geiles Essen.
Flyer Food Truck RoundUp

Flyer zum 5th Franconian Foodtruck RoundUp 2015 - Das Winter RoundUp. Foto: © Daniel Bendl / Nürnberg und so (cc)

Der rast- und ruhelose Mr. Foodtruck Klaus P. Wünsch hat in der Region Nürnberg wesentlichen Anteil am Foodtruck-Boom. Der Aufstieg der Szene wurde mit dem von ihm initiierten Franconian Foodtruck-RoundUp befeuert. Sechs Foodtrucks trafen sich einst vor einer Halle zu einem kleinen internen Event. Ein paar Stammkunden wurden dazu eingeladen. „Schaun mer mal was so passiert“ beschreibt Klaus die damalige Herangehensweise. „Wir wurden überrannt und die Trucks waren nach zwei Stunden ausverkauft.“ Gegenwärtig findet diese Veranstaltungsreihe vier mal im Jahr statt und nimmt mit fast 30 Foodtrucks Dimensionen an, die auf Grund der tausenden Besucher einen Standortwechsel zum Nürnberger Messegelände notwendig machten.

Wer wissen möchte, wie Mr. Foodtruck die Zukunft der Foodtrucks einschätzt, der sollte sich die Sendung laden, hier auf der Seite anhören oder am besten gleich den Podcast abonnieren und keine Sendung mehr verpassen.

Den Abend ließen wir im Ribwich-Büro bei Pizza beginnen und dem einen oder anderen Ribwich sowie diversen Kaltgetränken gemütlich und philosophierend ausklingen. Dem Foodtrucker der ersten Stunde – Klaus P. Wünsch – wünschen wir weiterhin neue Rezeptideen, gut besuchte Foodtruck-Events und einen erfolgreichen Start der App Foodtrucks Deutschland.

Hinweis: Wir danken Christian Hieke für das neue In- und Outro und Susanna „Susi“ Müller auch bekannt als „erotischste Stimme Deutschlands“ für den Einleitungstext. Wer mehr über beide erfahren möchte, der muss sich noch etwas gedulden. Wir stellen beide in einem gesonderten Artikel vor. Von unserer Seite aber schon einmal einen herzlichen Dank für die Mithilfe.

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