Zwei Jahre Nipster. Wir sagen Tschüss und Danke!

Veröffentlicht am von und Natalie Sevostianov
Portrait vom Nipster-Team Sham Jaff und Natalie Sevostianov

2012, ein Multikulti-Team beschließt der Heimatstadt Nürnberg und ihren talentierten Menschen eine Plattform zu geben. Foto: © Hanzh Chang / Nürnberg und so

Nach zwei Jahren hört das Onlinemagazin Nipster auf. Das Team wandert weiter. Hier erzählen sie vom Anfang, Hauptteil und Schluss des Multi-Kulti-Projekts.

Schauplatz: Nürnberg. Jahr: 2012. Ein Multikulti-Team beschließt nichtsahnend der Heimatstadt Nürnberg und ihren talentierten Menschen eine Plattform zu geben. 24 Monate konnten wir der auf uns zukommenden Katastrophe blindäugig entkommen. 2014 lesen wir im Rolling Stone, bei Reuters, taz, netz gegen nazis und sogar Russia Today den Namen unseres lokalen Onlinemagazins Nipsters. Erste Reaktion: Krass, wir sind berühmt. Zweite Reaktion: Danke, aber nein danke. Der Begriff ‘Nipster’ war für uns ein Neologismus, für die internationale Presse war er eine Zusammensetzung aus Nazi und Hipster, kurz Nipster.

Wie konnte es dazu kommen, dass wir - eine Russin, ein Chinese und eine Kurdin - auf einmal zu Nazis wurden? Das fragen wir uns auch. Eine vielleicht faule Volontärin der taz hat aber dazu beigetragen, dass Google nicht mehr uns auf Platz eins der Suchergebnisse, sondern unzählige, pseudojournalistische Artikel zum ‘Nazi-Hipster’ in den Vordergrund stellt.

Das war sehr schade. Unsere Mission war viel ehrenhafter.

So fing es mit Nipster an

Mit halbnackten Männern durch Nürnberg stolzieren und ein Promovideo drehen. Hier sind wir, die neuen Meinungsmacher, die neuen Trendsetter, die Nipster von Nürnberg. Jung, neugierig und motivierend sollte unser Onlinemagazin sein. Doch vor allem sollte es Motivation schenken, ganz nach unserem Motto ‘Motivation macht Revolution’.

Wir hatten es uns zur Aufgabe gemacht, die Trendsetter der Stadt zu präsentieren und dadurch unsere Leser zum eigenen Schaffen zu inspirieren. Unsere ersten Interviews mit den Jungs von eddieLove, Soulfood LowCarberia und Coworking Nürnberg (und vielen mehr) erreichten ein großes Publikum. Wir waren aber nicht nur am Schreiben. Veranstaltungen wie das beliebte CreativeMonday, Nürnberg Web Week, Home of Hope, Kunstschlacht und das Urban Heart Festival (und viele, viele mehr) sponserten wir allzu gerne. Das haben wir nicht alleine geschafft. Wir haben viel Unterstützung gefunden. Hier geht an großes Dankeschön an Michael Stingl, Felix Böhm, Markus Teschner, Jacklin, Hannes Dorrer und den Hauptakteuren unserer Interviews!

Ein Blick in die Zukunft

Doch was einst gut begann, darf nicht plötzlich verschwinden: wir hören unter dem Namen Nipster auf und schlagen ein neues Kapitel bei ‘Nürnberg und so’ auf. Keine Sorge: wir bleiben unserem frechen Schreibstil und den rahmenlosen Bedingungen treu. Der Nürnberger und sein Schaffen bleibt immer noch im Vordergrund unserer journalistischer Neugierde, jedoch ziehen uns auch neue Themen an. Wir stellen uns Fragen wie "Wieso Frauen mehr auf Erotikmessen als auf internationale Entwicklermessen anspringen" oder möchten das Wie, Wo, Was der Startup-Szene entdecken. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit Daniel Bendl und Markus Wolf!

Vielen Dank (und so), euer Nicht-Mehr-Nipster Team

Alle Artikel von Nipster findet ihr auf der Seite: Nipster - Alle Artikel.
Blog abonnieren
'Nürnberg und so' Blogfeed abonnieren

Zusätzlich zu dem Podcast stellt 'Nürnberg und so' auch immer wieder begleitende Geschichten und Informationen aus der Metropolregion Nürnberg vor.

Blog-Artikel als RSS Feed abonnieren

Du willst nichts verpassen?
Anmeldung E-Mail Newsletter 'Nürnberg und so'

Anmeldung zum E-Mail Newsletter

Sätze für die Ewigkeit
Podcast Nürnberg und so
Damals war man als Ossi noch willkommen.
Sven Kuntzsch in Sendung No. 28
Action und Spannung hat immer Spaß gemacht.
Roland Rosenbauer in Sendung No. 31
Vorabproduktpiraterie.
Jan Hagemann in Sendung No. 23
Letzte Podcast Sendungen
Nürnberg und so

Jörg Korinek / Podcast-Sendung No. 32

Veröffentlicht am 05.05.2015

Den geborenen Göppinger lockte ein Praktikum in die Frankenmetropole. Dem Weg zum Informatik-Studium gingen einige bundesweite Schulaufenthalte voraus, bei denen er Orientierung gewann und diverse…

zur Sendung No. 32

Roland Rosenbauer / Podcast-Sendung No. 31

Veröffentlicht am 11.02.2015

Aus Cadolzburg kommend, finanzierte er sich mit dem "Ruf der Unendlichkeit" oder der "Rache des Knochenmannes" seine Schulzeit. Trotz BWL Studium landete er schließlich beim Jugendfunk des…

zur Sendung No. 31

Aktuelle Magazin-Artikel
Nürnberg und so

30. September 1946: Ein Stück Weltgeschichte an der Fürther Straße

Veröffentlicht am 26.09.2016

Am kommenden Freitag wird dieses Bild 70 Jahre alt. Dann jährt sich der Tag, an dem im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges die ersten Urteile gesprochen…

weiterlesen

Katharina Maschmeyer und Nils Pollheide vom KaMa Quartet im Interview

Veröffentlicht am 23.09.2016

Das KaMa Quartet der Saxophonistin Katharina Maschmeyer interpretiert mit einer gitarrengetriebenen Version von John Coltranes “A Love Supreme” einen Meilenstein der Jazzgeschichte neu. Ich…

weiterlesen

Buchenbühl: Nürnberger Idyll im Reichswald

Veröffentlicht am 19.09.2016

Mit dem Mut der Verzweiflung errichteten Angehörige eines Soldatenrates 1919 ihre Häuser in einem gerodeten Stück des Sebalder Reichswaldes nördlich von Ziegelstein. Buchenbühl war geboren. Die…

weiterlesen

Auf der Spur des Adlers: Die Fürther Straße

Veröffentlicht am 12.09.2016

Mit 356 Hausnummern und über vier Kilometern Länge ist die Fürther Straße einer der längsten Verkehrswege Nürnbergs. Und sie ist ein Ort, an dem europäische Verkehrsgeschichte geschrieben…

weiterlesen