Christian Bauer im Gespräch über Musiker, Bands und Projekte

Veröffentlicht am von
Titelbild myinstruments

Nie mehr Kleinanzeigen und Ladenzettel. Startup myinstrument gibt Einblicke. Die Gründer beantworten 10 Fragen zu ihrem Startup.. Foto: © myinstruments

Dass Nürnberg eine große Musikszene hat, wird wohl vielen bekannt sein. Diese aber mit der regionalen Startup Szene zu verbinden ist die Idee hinter myinstrument.

Mitgründer Ralph Christian Schneider war es leid, auf der Suche nach anderen Musikern immer auf Kleinanzeigen und Klebezettel angewiesen zu sein. Das ewige warten auf Antwort und die Frustration, die sich dabei zwangsläufig einstellte hat motiviert ihn dazu nach einer anderen Lösung zu suchen. Zusammen mit David Appler und Chris Bauer gründeten sie das Nürnberger Startup „myinstrument“. Gleich von Beginn an war es international ausgerichtet und als Social Network für alle die Musikinstrumente spielen konzipiert. Damit versuchte das Team die Kernproblematik des Findens von Gleichgesinnten zu lösen. Natürlich dient „myinstrument“ auch als Austauschplattform für Musikinstrumentenhersteller und -verkäufer.

Kannst du bitte kurz erzählen was euer Startup ausmacht?

Logo myinstrument

Logo: © myinstrument

myinstrument ist das neue Social Network für alle, die Musikinstrumente spielen, herstellen oder verkaufen. Nutzer können kostenlos ein Profil anlegen, Nachrichten schreiben und sich mit anderen Usern vernetzen. Dann gibt es noch vier große, spezielle Features, die auf die Bedürfnisse der Musiker und ihrer Instrumente zugeschnitten sind:

Mit der Suche zu einem Instrument kann man Leute finden und aktiv nach Musikern Ausschau halten. Das zweite Special ist das Black Board eine Plattform für gut gemachte Kleinanzeigen rund um das Thema Musik, Bands und Instrumente. Nummer drei ist ein Forum, unterteilt nach Instrumenten. Nummer vier wird der Custom Shop sein: Hier können kleine, unbekanntere Instrumentenhersteller, die es kaum in den großen Handel schaffen würden, ihre Instrumente anbieten und direkt über myinstrument auch verkaufen.

Was ist der Kern eures Produktes, eurer Alleinstellungsmerkmal (USP) - formuliert in einem Satz?

Wir wollen all die Services bündeln, die bislang über viele verschiedene Portale verstreut waren, und das international und kostenlos für alle Musiker!

Bei welcher Gelegenheit kam dir/euch die Idee zu deinem/eurem Start-up?

Unser Mitgründer Ralph Christian Schneider war es Leid ständig bei der Suche nach anderen Musikern für seine Bands und Projekte, Zettel in Geschäften aufzuhängen oder in unsortierten Kleinanzeigen ewig auf eine Antwort zu warten. Daher hatte er sich bereits vor einigen Jahren an das Konzept von myinstrument gemacht und es über die letzten Jahre stetig erweitert.

Girarre

Ralph war es Leid ständig bei der Suche nach anderen Musikern für seine Bands und Projekte, Zettel in Geschäften aufzuhängen, daher startete er sein eigenes Startup. Foto: © myinstrument

Wo seht ihr euch in 10 Jahren?

In 10 Jahren sind wir weltweit das größte Netzwerk für Musiker und Hersteller bzw. Händler von Instrumenten.

Habt Ihr eine Exit-Strategie?

Eigentlich nicht, da wir das Unternehmen gerne selbst sehr lange führen möchten. Aber sag niemals nie! ;-)

Habt Ihr an irgendwelchen Pitches, Businessplan- Wettbewerben teilgenommen? War das eher hilfreich oder eher zu aufwändig?

Ja, wir haben bei vielen Wettbewerben und Acceleratoren mitgemacht. Leider bislang mit wenig Erfolg, da wir mit Social Media für viele noch zu klein waren. Das kann sich aber bald ändern da das Netzwerk rasant wächst. Hilfreich war es dennoch, da man sich stark mit seinem eigenen Business beschäftigen muss und auch unangenehme Fragen gestellt bekommt - man lernt also daraus!

Welche Person hat dich/euch bei der Gründung besonders unterstützt?

Wir haben hier neben der Familie, die uns anfangs unterstützte nachdem unsere eigenen Finanzen sich dem Ende neigten, nun auch zwei Business Angels als Investoren an Bord. Einer der Angels ist z. B. hotel.de Gründer Philip Dostal, der uns auch sehr stark im Online-Marketing unterstützt.

myinstrument ist das neue Social Network für alle, die ein Instrument spielen.

Warum habt Ihr nicht einen üblichen Hype Standorte wie Berlin und Hamburg gewählt?

Nürnberg hat neben einer großen Musikszene auch eine sehr gut aufgestellte Nürnberger Startup Szene die nicht zu unterschätzen ist! Zudem sind hier auch sehr große Firmen entstanden: hotel.de, Immowelt, Stayfriends, etc.. Dazu kommt aber auch noch, dass Nürnberg einfach klasse ist und wir die Stadt lieben.

Was waren bei euer Gründung die größten Stolpersteine?

Der größte Stolperstein war ganz eindeutich der Aufwand den wir für die Entwicklung eines guten Social Media Netzwerkes treiben mussten. Das bedeutete einen sehr hohen IT-Aufwand und ist nicht vergleichbar mit der Erstellung einer einfachen Webseite. Wir haben aber zum Glück eine eigene IT- Abteilung und können somit alles selbst umsetzen.

Was würdet Ihre beruflich machen, wenn Ihre kein Startup gegründet hättet?

Ich denke wir wären auf der Suche nach einer tollen Idee, um eines zu gründen!

myinstrument GmbH

Geschäftsführer: Ralph Christian Schneider
CMO u. Mitgründer: Christian Bauer
Kopernikusplatz 36
90459 Nürnberg
E-Mail: contact@myinstrument.info
Internet: www.myinstrument.info
Facebook: /myinstrument.de

Alle Termine, News und Berichte aus der Startup-Szene findet ihr auch in unserem Themenschwerpunkt Nürnberg Startups.

Speziell für Startups haben wir eine Übersicht der IT/Internetszene in der Metropolregion Nürnberg, Fürth und Erlangen erstellt. Sie beinhaltet jede Menge Veranstaltungen, die euch persönlich und euer Startup weiterbringen werden. Verschiedenste Anlaufstellen, engagierte Unternehmen und Privat-Personen helfen bei der Gründung. Die komplette Liste findet ihr unter: Gründer und Startups – Anlaufstellen in der Region.

Aktuelle Artikel von anderen Startups

Zehn Fragen an Startup bat bioacoustictechnology aus Winkelhaid
Das Winkelhaider Startup hat ein Fledermaus-Monitoringsystem für Windenergieanlagen entwickelt. Ein interessantes Projekt, dem wir uns in unseren “Zehn Fragen an…” widmen.

Zehn Fragen an Startup Paper-Shape aus Nürnberg
Do-It-Yourself ist das Thema beim Startup PaperShape aus Nürnberg. Aus einem Blogpost entstanden, sind die Bastelsets beliebt bei Alt und Jung.

Dress and Friends auf einer US-Gründermesse
Als Deutsches Startup ins Silicon Valley. Wie Markus Römer und Dress and Friends erfolgreich einen Investor angelten.

Blog abonnieren
'Nürnberg und so' Blogfeed abonnieren

Zusätzlich zu dem Podcast stellt 'Nürnberg und so' auch immer wieder begleitende Geschichten und Informationen aus der Metropolregion Nürnberg vor.

Blog-Artikel als RSS Feed abonnieren

Du willst nichts verpassen?
Anmeldung E-Mail Newsletter 'Nürnberg und so'

Anmeldung zum E-Mail Newsletter

Sätze für die Ewigkeit
Podcast Nürnberg und so
Ich möchte ein ausgewogenes Getränk machen.
Christian Ullrich in Sendung No. 26
Bierbrauen ist ein Zusammenspiel aus Zeit und Temperatur.
Stefan Stretz in Sendung No. 25
Wegen anerkannter Textschwäche zum Beleuchter degradiert.
Stephan Stark in Sendung No. 8
Letzte Podcast Sendungen
Nürnberg und so

Jörg Korinek / Podcast-Sendung No. 32

Veröffentlicht am 05.05.2015

Den geborenen Göppinger lockte ein Praktikum in die Frankenmetropole. Dem Weg zum Informatik-Studium gingen einige bundesweite Schulaufenthalte voraus, bei denen er Orientierung gewann und diverse…

zur Sendung No. 32

Roland Rosenbauer / Podcast-Sendung No. 31

Veröffentlicht am 11.02.2015

Aus Cadolzburg kommend, finanzierte er sich mit dem "Ruf der Unendlichkeit" oder der "Rache des Knochenmannes" seine Schulzeit. Trotz BWL Studium landete er schließlich beim Jugendfunk des…

zur Sendung No. 31

Aktuelle Magazin-Artikel
Nürnberg und so

Alle Wege führen nach Rom: Ein Wirtshaus in der Paumgartnerstraße

Veröffentlicht am 20.02.2017

War es die Sehnsucht nach dem sonnigen Süden, der die Wirtschaft in der Paumgartnerstraße 22 in Gostenhof einst ihren Namen verdankte? Das Haus, in dem sie sich befand, steht noch heute und ist ein…

weiterlesen

Durchbruch: Die Baulücke am Celtisplatz

Veröffentlicht am 13.02.2017

Der Celtisplatz in Galgenhof gehört zu jenen Plätzen, die ihrer Anmutung nach den Namen nicht recht zu verdienen scheinen. Doch der Platz war nicht immer die breite Verkehrsachse, als die er sich…

weiterlesen

Land unter: Als die Kleinweidenmühle im Wasser stand

Veröffentlicht am 06.02.2017

Heute würde wohl niemandem mehr einfallen, eine Ansichtskarte an seine Lieben zu schicken, auf der eine Naturkatastrophe zu sehen ist. Um 1900 war man da noch etwas sorgloser. Allein das…

weiterlesen

Gruß von Berta und Sigmund: Die Zickstraße im Jahr 1910

Veröffentlicht am 30.01.2017

Einfach, aber solide – das waren die meisten Wohnhäuser an der Bärenschanze vor rund 100 Jahren. Eine eindrucksvolle Fassade im Stil des Klassizismus oder der Renaissance gönnte man sich…

weiterlesen